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De Samichlaus am Chlausturnier - Eine Chlausgeschichte

Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin’s, der Samichlaus, der hier schreibt. Der, der um die Weihnachtszeit mit dem Schmutzli und dem anderen treuen Esel im Dunkeln aufbricht, um alle Kinder dieser Welt zu beschenken. So auch die Seuzemer Kinder. Und auf Seuzach, da freue ich mich jedes Jahr ganz besonders drauf.

Alljährlich veranstaltet nämlich der Fussball Club Seuzach quasi zu meinen Ehren ein Fussballturnier: das nach mir benannte Chlausturnier. Jedenfalls ist es mir immer eine grosse Freude dort aufzutauchen, sobald das Turnier fertig gespielt ist, um alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Chlaussack zu belohnen. Da ich aber so viel Arbeit zu verrichten habe, ich stecke da quasi in der Hauptsaison, komme ich nie dazu, mir selbst einmal die Spiele anzuschauen. Was ich sehr sehr schade finde.

So kam mir dieses Jahr die Idee, meinen kongenialen Partner und Sidekick Schmutzli inkognito vorauszuschicken. Er solle mir doch berichten, wie es in der Mehrzweckhalle in Hettlingen, am Chlausturnier des FC Seuzach so läuft, vor meinem grossen Auftritt.

Dieser Auftrag hat dann der Schmutzli gerne entgegen genommen, hat seine übliche braune und schmutzige Kutte abgelegt, hat sich gründlich Hände und Gesicht gewaschen, sich umgezogen, um sich ganz normal gekleidet unter die Menge zu mischen. Wie er mit seinem langen schwarzen Bart da unerkannt bleiben konnte, ist mir ein Rätsel. Wie auch immer, was er mir da erzählen konnte, hat mein Herz so richtig erwärmt.

Bevor das Turnier überhaupt anfangen konnte, waren da schon mehrere Mitglieder des FC mit den nötigen Vorbereitungen beschäftigt. Schliesslich wurden 119 junge Spielerinnen und Spieler erwartet, welche in zwei Kategorien um den Turniersieg kämpfen würden. Wie gesagt, es wurde in zwei Klassen gespielt; G-und F-Junioren (sechs- bis achtjährige) und E-Junioren (acht- bis zehnjährige). Dafür braucht es schon mal zwei Turnhallen, eine etwas grössere für die etwas Grösseren und eine kleinere für die etwas Kleineren und Kleinsten. Logisch. Tore mussten samt entknoteten(!) Netzen aufgestellt und Seitenbanden mit langen Bänken improvisiert werden. Die Turnierleitung, als weiteres Beispiel, brauchte da einen Tisch samt Computer, um Spielresultate und Ranglisten stets online zur Verfügung stellen zu können und Lautsprecher, um das Geschehen auf dem Parkett für alle Zuschauer verständlich zu kommentieren.

Aber damit ist ein Turnier noch lange nicht organisiert. All die Spielerinnen und Spieler, würden ja nicht alleine kommen. Nein, deren Eltern, Geschwister, Grosseltern, Cousinen und Cousins, Gotten und Göttis, Freundinnen und Freunde würden auch da sein, um ihre Lieblinge spielen zu sehen und lauthals zu unterstützen. Diese Leute müssen natürlich alle auch verpflegt werden. Also braucht es weitere Tische und auch Stühle, um ein Bistro aufzustellen und Sitzgelegenheiten für alle Fussballfans bereit zu haben. Nicht zu vergessen, die Hot-Dog- und die Kaffee-Maschine! Der Schmutzli hat mir genau aufgezählt, wie viele freiwillige Erwachsene und Kinder hier Kuchen und sonstige Leckereien gebacken haben.

Wie viele sich hier bereit erklärt haben, hinter der Theke oder als Schiedsrichter und Sanitäter mitzuhelfen. Wunderbar!

Oder als Trainer, für die Betreuung einer Juniorenmannschaft. Denn eine weitere Besonderheit beim Chlausturnier ist, dass die Kinder nicht zwingend mit ihren Gspähnlis und Trainer, die sie vom Klub her kennen, spielen, sondern wild in Mannschaften zusammengewürfelt werden. Eine tolle Sache! Das alles ist aber ohne den grosszügigen Freiwilligeneinsatz nicht möglich. Ein ganz grosses Dankeschön allen, die dies so ermöglicht haben. Der Samichlaus ist stolz auf Euch!

 

Der liebe Schmutzli hat mir dann noch erzählt, mit welcher Spielfreude die Kinder gekickt haben. Hart aber fair umkämpfte Spiele wurden gewonnen und verloren. Es wurde bei spektakulären Toren gejubelt und bei knappen Niederlagen auch mal geweint. Natürlich waren die Turniersieger die glücklichsten. Am Ende aber zählt nicht das Resultat, die gewonnene Medaille, sondern ganz einfach der Spass am Fussball. Und hoffentlich auch die Vorfreude auf den Samichlaus.

À propos, das ist der Moment für den Schmutzli, wieder zurück zu kommen. Für unseren Auftritt!

Der Speaker in der Halle kündigt uns schon an. Wir werden von allen versammelten Mannschaften herzlich empfangen und bestaunt. Alles G- bis E-Junioren des FC Seuzach. Und über jede dieser Mannschaften weiss ich natürlich sehr viel Gutes und wenig weniger Gutes zu berichten. Es hören mir alle zu und ein jeder bedankt sich für sein Säckchen voller Erdnüsse, Schokolade und Zältli. Und ja, unsere Bärte sind echt. Zum Schluss sage ich den Kindern noch, dass der Samichlaus auch Fussball spielen könne. Ob sie es mir glauben?

Schmutzli und ich machen uns wieder auf den Heimweg. Es war wieder einmal schön, beim Chlausturnier des FC Seuzach dabei sein zu dürfen. Ich weiss, dass jetzt über zweihundert Personen gemeinsam und gemütlich noch Penne (al dente – bravi!) Napoli, Bolognese oder mit Apfelmus essen werden dank einem sensationellen Küchenteam.

Hoffentlich bis zum nächsten Jahr!

Euer Samichlaus*

*nicht der echte Samichlaus, Name ist aber der Red. bekannt.

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Bericht: Gianvito Attanasio
Fotos: Roger Picano, Andrea Wegmann

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